IT/OT Trennung

Fiktive Welt

Unsere Veranstaltungen finden in einer fiktiven Spielwelt statt, die durch Live-Action-Role-Play für den Zeitraum der Veranstaltung dargestellt wird. Dargestellt werden Charaktere des fiktiven Kaiserreichs Drea und dessen militärischen Apparats (Garde Drea). Der Spielhintergrund der Garde Drea ist ein imperialistisches Kaiserreich und dadurch auch verbunden mit allen autoritären, militaristischen und gegebenenfalls problematischen Ansichten und Einstellungen, die ein solches Regime mit sich bringt. Das beinhaltet Voreingenommenheit gegenüber anderen Spezies wie zum Beispiel Elfen und Orks und anderen fiktiven Kulturen wie die der fiktiven Nachbarreiche Dreas. Die Zivilisation des fiktiven Kaiserreichs Dreas beruht ähnlich wie das römische Reich auf Eroberung, Assimilierung anderer Völker und Zwangsarbeit.

Umsetzung im Spiel

Die Darsteller fiktiven militärischer Charaktere berücksichtigen diesen Hintergrund aktiv und entscheiden und handeln dem fiktiven Hintergrund entsprechend, um eine immersive fiktive Welt zu schaffen. Das bedeutet, dass gegebenenfalls Handlungen und Situationen entstehen, die von außen betrachtet als militaristisch und autoritär im Sinne eines antiken Kaiserreiches (z.B. römisches Kaiserreich) einzuordnen wären. Beispiele für solche Situationen wären unter anderem starke gespielte körperliche Maßregelung bei Fehlverhalten der Charaktere, Vorurteile und Ausgrenzung von anderen Spezies und Kulturen (z.B. Elfen, Orks) oder Ausführung von Gesetzen der fiktiven Spielwelt (z.B. gespielte Todesstrafe).

Grund für das Spielkonzept

Wir als gemeinnütziger Verein für Kinder- und Jugendarbeit veranstalten Rollenspiel-Veranstaltungen (LARP-Conventions), um vornehmlich Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ihrer Entwicklung zu fördern, indem sie zum Beispiel Konfliktlösung in fiktiven Szenarien üben und lernen können. Wir haben uns bewusst für die im oberen Absatz beschriebene fiktive Spielwelt entschieden, da wir den Teilnehmern die Möglichkeit bieten möchten, Situationen und gegebenfalls auch historische Gegebenheiten (z.B. Unfreiheit) mitzuerleben und nachzuempfinden, die es in diesem Umfang in Deutschland heutzutage nicht mehr gibt und die es aus Sicht des Vereins nicht mehr geben soll. Dabei hat LARP viele positive Effekte (https://larp-hochheim.de/gemeinnutzigkeit/) von denen die Teilnehmer profitieren können. Erfahrungsgemäß sind diese Effekte am größten, wenn eine möglichst große Distanz zwischen der Realität und der fiktiven Spielwelt besteht. Auf diese Weise fällt es den Teilnehmern rückblickend leichter, die Trennung zwischen der realen Person des Teilnehmers und dessen fiktiven Charakter aufrecht zu erhalten.

Abgrenzung Spiel & Realität

Wir als Verein haben uns bewusst dafür entschieden, trotz der an historische Gegebenheiten angelehnten fiktive Spieltwelt, Themen wie zum Beispiel LGBTQIA+, Hautfarbe, biologisches Geschlecht und Gender-Identität so zu behandeln, als wären sie schon immer in der fiktiven Spielwelt akzeptiert und ein integraler Bestandteil der Kultur Dreas. Diskriminierung und Vorurteile zu diesen Themen werden sofort geahndet und sind strikt untersagt. So haben wir zum Beispiel, Vereinsmitglieder, die der LGBTQIA+-Community angehören und Frauen in militärischen Führungspositionen der fiktiven Spieltwelt.

Bekennung zur freiheitlich demokratischen Grundordnung der BRD

Wir als Verein bekennen uns zur freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Wir grenzen uns aktiv und vehement von faschistischen, nationalsozialistischen und diktatorischen Einstellungen und Haltungen ab. Wir lassen Personen, die dieses Gedankengut vertreten in unserem Verein nicht zu und schließen sie aktiv aus. Wir sind uns der Härte der fiktiven Spielwelt bewusst und sorgen im Vereinsleben in der realen Welt dafür, dass die Tendenzen des fiktiven Spiels außerhalb des Rollenspiels keinen Anklang finden.

09.03.2025
Der Vorstand